Seit gut einem Jahr fungiere ich als Delegierte der Region Schweiz und bin damit neben der Leitung die Verbindung zwischen dem allgemeinen Kreis des Soziokratie Zentrums und dem Abteilungskreis Region Schweiz. Damit werden zwei Steuerungsebenen doppelt verbunden, um die Mitsteuerung in BEIDE Richtungen sicherzustellen. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal der Soziokratischen Kreisorganisations Methode und ist eines der vier Basisprinzipien.
In der Praxis verarbeitet diese Rolle viel Komplexität. In beiden Kreisen bestimme ich mit und transportiere relevante Informationen. In beiden Kreisen gilt es, die vielfältigen Themen und die Meinungen der Kreismitglieder gut zu verstehen, um passfähig mitzubestimmen. Ich brauche das Vertrauen, die konsolidierte Meinung und Perspektiven der Kreismitglieder der Region Schweiz, um in ihrem Sinne mitzusteuern. Bekanntlich steckt der Teufel im Detail. Die Leitung und die höhere Steuerungsebene haben eine andere Perspektive und kennen die Erfahrungen aus der Ausführung nicht, diese gilt es einzubringen. Vorbereitung der Sitzungen, Austausch mit der Leitung und gutes Zuhören sind wichtige Voraussetzungen, damit die Zusammenarbeit gut gelingt und die Koppelung zwischen den Kreisen nicht zur bloßen Schnittstelle verkommt sondern als lebendige Verbindung zum Austausch und zur Mitsteuerung beiträgt.

Das “TAU Magazin für Barfußpolitik” bringt in seinem Heft 20 – 06/2022, das den spannenden Titel trägt “Wieviel ich braucht das WiR?” wieder viele Beiträge zur Soziokratie. Neben einem Artikel zum SONEC-Projekt und einem Beitrag über Keep the Balance – Das Konsentspiel, kann man eine spannende Geschichte über die KreaMont-Schule lesen: Nachdem in der KreaMont-Schule in St. Andrä-Wördern seit 2014 nach und nach alle Bereiche soziokratisch organisiert worden waren, konnten nun ab 2021 auch die Schüler*innen sehr erfolgreich in die soziokratische Mitbestimmungsstruktur integriert werden. Wie es den Schüler*innen damit geht, steht im TAU Magazin für Barfußpolitik.




