Partizipation ist ein Kinderrecht

Lisa Praeg stellte Soziokratie bei der Tagung “Partizipation und Schulentwicklung” an der PH Zürich vor

Was heißt “Partizipation ist ein Kinderrecht” konkret, und wie können Schulen Mitbestimmung ermöglichen? Diesen Fragen gingen die Teilnehmer*innen der Tagung «Partizipation – Schule – Entwicklung» nach. Es war ein spannender Austausch zwischen Forschenden und Lehrenden. Zum Beitrag der PH Zürich: https://phzh.ch/de/ueber-uns/Medien/News/2019/05/tagung-partizipation-schulentwicklung/

Einige Präsentationen wurden von den Referent*innen zur Nachlese bereitgestellt. Die Präsentation von Lisa Praeg zu “Soziokratie in Schulen” finden Sie ganz unten: https://phzh.ch/de/Forschung/Forschungsveranstaltungen/tagungen-und-workshops/tagung-partizipation–schule–entwicklung/Parallelsessions/?fbclid=IwAR3UHoG4rM80Sl9u1rTkRCBQSSj345VlcfAKV_zcSHsicFXvi2s8r04Wvm4

Imkonsent – die Soziokratieberatung OG hat erfolgreich gestartet

Barbara Strauch führte das Interview mit Katharina Liebenberger

B: Danke, dass du dir die Zeit nimmst, Katharina! Ich freue mich, dass ich diesen Part übernommen habe dich zu interviewen, denn ich bin wirklich schon ganz neugierig. Ist denn euer Traum von einem Soziokratie-Beratungsunternehmen in Wien in Erfüllung gegangen?

K: Ja, ganz sicher! Einer der Träume war ja gemeinsam als Team in See zu stechen. In der Arbeit mit unserem wunderbaren Coach haben wir uns ein Boot vorgestellt, auf dem wir alle gemeinsam segeln. Das ist auf das Wunderbarste geglückt.

 

www.imkonsent.at  

Das imkonsent – Team: Markus Spitzer, Annemarie Schallhart, Katti Lechthaler, Helmut Friedl und Katharina Liebenberger.

K: Ursprünglich war unser Ziel, uns ganz auf Unternehmen zu fokussieren, weil wir dort das größte Potential geortet haben. Als auch viele unternehmerisch geführte NonProfit-Organisationen angeklopft haben, haben wir unsere Zielgruppe erweitert. Wir zeigen uns auf verschiedenen Konferenzen mit Workshops und als Teilnehmer*innen, und gehen auch interdisziplinär, zusammen mit Kollegen*innen aus ähnlichen Feldern, auf die Unternehmer-Welt zu.

B: Kann man sagen, dass ihr ausgelastet seid? Ich erinnere mich, als wir 2015 die Soziokratie-Experten-Ausbildung in Österreich gestartet haben, dass meine Einschätzung war, es würde bald der große Boom kommen?

K: Ja, es ist enorm viel Nachfrage. Das ist toll. Unternehmen kommen jetzt auf uns zu, weil die Zeit reif ist, sich jetzt für Beteiligungsformen zu entscheiden. Wir müssen kaum etwas akquirieren. Etwa drei bis vier Implementierungen kann ein Soziokartie Experte parallel begleiten. Das sind bei mir zB. eine Kindergruppe, eine Schule, ein mittelständiges Unternehmen im Bereich Naturkosmetik und ein Wohnprojekt mit Eigentümer-Struktur.

Eigentümer geführte, mittelständische Unternehmen profitieren am meisten von der SKM.  In meinem aktuellen Beispiel war bereits eine ausgezeichnete Gemeinwohl-Bilanz vorhanden und das Unternehmen hat sehr gute Wachstumsraten. Anlass war auch hier, wie so oft, dass die Eigentümer den Betrieb übergeben wollen, und zwar an die Mitarbeiter*innen. Damit das gelingt, denken manche Pioniere*innen sehr weitsichtig und lassen sich auf einen Prozess ein, die Mitarbeitenden fit zu machen, um das Unternehmen selbstorganisiert zu führen. Solche Eigentümer*innen sehen eben das Potential im Modell und der Philosophie von Soziokratie. Die nächsten Kunden stehen vor der Tür und wir freuen uns, wenn Markus Spitzer mit Jahresende wieder aus seinem Sabbatical zurückkommt. Aufgrund unserer hohen Auslastung sind wir in den kommenden Jahren offen für neue Kollegen*innen mit einer abgeschlossenen CSE-Ausbildung. Es gibt bei uns aktuell eine Anbahnung.

B: Welche spannenden Projekte begleiten denn deine Kolleginnen?

K: Es gibt zB. zwei SKM-Implementierungen in mittelständigen Unternehmen in Eigentümer-Hand in Berlin. Ein Gesundheits-Unternehmen und ein Anbieter für Sozialleistungen. Auslöser für diese Unternehmer ist oft das Bedürfnis, als Eigentümer eine andere Rolle einzunehmen, wenn die Firma wächst und mehr Verantwortungsübernahme gebraucht wird. Dann wollen die Eigentümer*innen Sicherheit gewinnen, dass die Verantwortung von den Mitarbeitenden auch wirklich übernommen wird.

B: Was sind aus eurer Erfahrung die größten Herausforderungen für die Unternehmen, wenn sie SKM einführen?

K: Dass die Pioniere gewohnt sind, bislang allein zu entscheiden. Sich zu trauen in die Augenhöhe zu gehen, dass das möglich ist zuzulassen, das ist eine große Herausforderung. Es muss sich erst herausstellen, ob die Augenhöhe dann wirklich gelebt wird, sodass die Mitarbeiter*innen sehen, dass ihre Meinung und Mitentscheidung wirklich erwünscht ist. Das hängt stark von den Führungskräften ab und ist zugleich eine große Herausforderung für Pioniere, die manchmal an ihre Grenzen stoßen. Nur wer immer mehr bereit ist, etwas dazu zu lernen und sich auch etwas sagen zu lassen, andere Meinungen gelten und stehen zu lassen, ohne sie sofort vom Tisch zu wischen, wird mit der SKM die gewünschten Ziele erreichen. Für das Wohl des Unternehmens soll nicht einzig und allein der Pionier zuständig sein, sondern auch andere können im Sinne des Ganzen denken und wichtige zusätzliche Gesichtspunkte ins Spiel bringen. Die Erweiterte Perspektive in einer Teambesprechung als Gewinn statt als Bedrohung des eigenen Standpunktes, das ist eine Frage von Vertrauen. Der beste Weg dieses Vertrauen aufzubauen ist, es Schritt für Schritt mit Soziokratie zu arbeiten und die Führungskräfte im Einstieg in ihre neuen Führungsaufgaben zu begleiten. Alle brauchen dazu Zeit, die Mitarbeiter*innen, die Führungskräfte und die Pioniere, das neue Miteinander im Tun zu erleben und KnowHow gezielt aufzubauen.

B: Wie sinnvoll siehst du es, noch mehr Soziokratie-Experten*innen im deutschsprachigen Raum auszubilden? Auch 2019 haben wieder 12 Anwärter*innen mit der Ausbildung zum Certified Sociocracy Expert CSE begonnen, und das obwohl wir die Anforderungen Jahr für Jahr angehoben haben.

K: Das Feld wird wachsen. Jeder der die Ausbildung absolviert, hat einen anderen Zugang zu potentiellen KundInnen. Von da, wo ich bisher tätig war, beziehe ich meine Kontakte, die ich dann ausbauen kann. Mit Soziokratie habe ich etwas sehr Aktuelles. SKM ist kein Orchideen-Thema mehr, sondern das Angebot besteht darin, Führungskräfte in neue Formen der Entscheidungsfindung und Führung hineinzuführen. Die SKM bietet hier, mit ihren vier Phasen der Umsetzung, ein gut abgestimmtes Vorgehen. Es ist ein großes Feld vorhanden, auch für weitere ausgebildete CSE.

B: Wie gestaltet denn ihr in eurem Team die Zusammenarbeit?

K:  Das regelmäßige gemeinsame Reflektieren sind wir seit unseren Qualitätszirkeln im SoZeÖ gewohnt. Wir nutzen diese Termine intensiv, lernen gegenseitig so viel und bekommen reichlich Anregungen auf eine höchst kollegiale, feine Form. Zusätzlich haben wir einen monatlichen Reporting-Termin, wo wir uns gegenseitig über unsere Projekte und Herausforderungen berichten. Unsere Zusammenarbeit ist äußerst fruchtbar, ich kann jederzeit KollegInnen anrufen, wenn ich einen Rat brauche.

B: Katharina, wie geht es dir heute mit der Trennung von Ausbildung und Beratung? Ich fühle mich ein bisschen als die „Rausschmeißerin“, als ich erstmals 2015, kurz nachdem Katti zertifiziert war, für eine eigenständige Berater-Organisation plädiert habe? Ist diese Strategie aufgegangen?

K: Ja, jedenfalls. Wir können uns nun ganz auf die Beratung konzentrieren und die Zusammenarbeit mit dem Bereich Ausbildung ist ja trotzdem möglich. ZB. als Trainerin von Modulen oder als Mentorin für ein Anwärter*innen-Projekt. Da haben wir jetzt alle mehr Spielraum und müssen nicht in allen Kreisen sitzen. Durch unsere gute Zusammenarbeitskultur ist auch zwischen den verschiedenen Organisationen das Vertrauen sehr hoch.

B: Vielen Dank, Katharina, für diesen schönen Einblick! Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg bei all euren SKM-Implementierungen!

„Selbstorganisation – dezentrale Führung und Entscheidung“ – Eindrücke von der Praxistagung in Basel

Viel Austausch, Freude, Vernetzung, Erstaunen und Zuversicht erlebten wir, Daniela Gütlin, Suzanne Käser und Anja Ritter vom Soziokratie Zentrum an der Praxistagung „Selbstorganisation“ am 20. und 21. Juni 2019 in Basel. Der Einladung von Mobile Basel und der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW folgten rund 150 Teilnehmer*innen aus den verschiedensten Bereichen – Soziale Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft, Unternehmensberatung, Management, Gesundheit und Pflege, Öffentlicher Dienst, Militär, uvm. 

Auf dem Foto: Stefan Eugster-Stamm und Pasqual Wagner von Mobile Basel; Urs Kaegi von der FH-NW-Schweiz (Gastgeber des Netzwerktreffens), Anja Ritter, Suzanne Käser und Daniela Gütlin vom SoZe, Enno Schmidt von der Initiative für ein Bedingungsloses Grundeinkommen Schweiz.

Alle brachten großes Interesse und Neugier bezüglich des Themas Selbstorganisation mit. Neben den Keynotes gab es in verschiedenen Workshops und Gesprächsformaten vielfältige Möglichkeiten sich in einem tollen Ambiente mit den anderen Teilnehmenden inhaltlich auszutauschen und zu vernetzen. Für uns war eine Erkenntnis zentral, die wir auch in unserer Arbeit / in der Begleitung von Organisationen hin zur Selbstorganisation immer wieder erfahren: Die Soziokratie funktioniert, weil sie einen zutiefst menschenorientierten Ansatz verfolgt und mit nur vier Basisprinzipien die gesamte Transformation hin zur Selbstorganisation möglich macht. 

Wie ein roter Faden  zogen sich durch die gelungenen Ansätze zur Umsetzung der Selbstorganisation folgende Faktoren:

  • eine gemeinsame Vision bzw. eine gemeinsame Sinnorientierung
  • mutige Führungspersonen, die auch unkonventionelle Wege gehen und als bestärkende Kraft den Prozess hin zur Selbstorganisation unterstützen
  • viel Vertrauen und Wertschätzung
  • geeignete Formen und Methoden Entscheidungen zu treffen
  • und vor allem Zeit den Weg für den eigenen Transformationsprozess  zu finden und gemeinsam zu gehen.

In allen vorgestellten Organisationen war die Begleitung durch Personen außerhalb der Organisation ein Schlüsselfaktor für das Gelingen, insbesondere was die Unterstützung der Führungspersonen, GründerInnen und sonstigen InitiatorInnen anbelangt.

Es war deutlich zu sehen, dass auf ganz unterschiedlichen Ebenen Ansätze zur Selbstorganisation ausprobiert werden und Führungskräfte die Chance von Machtverteilung und Verantwortungsübernahme durch die Mitarbeitenden erkennen und Wege entwickeln, dies umzusetzen – was uns natürlich freut. Auch die Soziokratie war vielen Teilnehmenden ein Begriff, auch wenn dieser z.T. unterschiedlich ausgelegt wurde.

Die Website der Tagung www.netzwerkselbstorganisation.net soll in Zukunft als Plattform dienen, um Menschen mit Interesse am Thema auch international zu vernetzen. Sie ist noch in Entstehung.

Waff-Bildungskonto für WienerInnen

Das Soziokratie Zentrum Österreich – hat das Verfahren zur externen Qualitäts-Sicherung für Erwachsenen- und Weiterbildungseinrichtungen vollständig und erfolgreich durchlaufen. Der Bildungsverein ist seit 6.6.2019 durch wien-cert als Bildungseinrichtung anerkannt und in der waff-Liste geführt. Damit ist unsere Qualitätssicherung durch externe Auditoren bestätigt.

Viele unserer TeilnehmerInnen aus Wien, haben dadurch die Möglichkeit, ihre Teilnahme durch das waff-Bildungskonto fördern zu lassen!

 

Waff-Bildungskonto für WienerInnen

Im Moment arbeiten wir auch an der Ö-Cert-Zertifizierung, damit bald auch TeilnehmerInnen aus anderen Bundesländern, Förderungen bekommen können.

Tipp – österreichweite Förderungen

Video – Soziokratie einfach erklärt

Konsent, Offene Wahl, Kreisstruktur und Doppelte Kopplung

Suzanne Käser (CSE – Zertifizierte Soziokratie-Expertin) erklärt Schritt für Schritt die 4 Basisprinzipien der Soziokratie. Herzlichen Dank an das Unternehmen S.I.E. für das Video.

GL-Ausbildung in Griechenland läuft


Es regnet im April in Griechenland. Darum findet das Modul 2 in Skala in-house statt. Der Gruppenraum ist gleichzeitig der Essraum und hier sind drei Kleingruppen mit der Ausarbeitung ihrer Kreisziele beschäftigt. Es ist bereits die zweite Generation in Griechenland unterwegs zum Gesprächsleiter-Diplom. Von den Teilnehmern des ersten Jahrgangs haben vier bereits das GL-Diplom erhalten.

Gemeinsam haben sie an drei Plätzen in Athen und Thessaloniki ein Modul 1 gegeben, gut vorbereitet mit der Hilfe von Barbara Strauch. Nun sind 9 der insgesamt 38 TeilnehmerInnen zum Modul 2 mit Barbara gekommen. Ihre frisch gebackenen TrainerInnen sind auch dabei um sich auch die Themen des M2 noch mehr zu vertiefen. In ihrer eigenen Kreisstruktur haben sie, zusammen mit 12 weiteren KollegInnen aus dem ersten Jahrgang, wertvolle Erfahrungen bei der Gründung ihres Soziokratie Zentrums sammeln. 10 von diesen 16 Griechen und Griechinnen starten kommende Woche die CSE-Ausbildung in Skala, bei Thessaloniki.

Am zweiten Tag scheint nun die Sonne. Die drei Übungsgruppen entwerfen ihre Zielverwirklichungsprozesse. Das zuvor gemeinsam erarbeitete Beispiel hat sie sehr inspiriert die Aktivitäten des eigenen Kreises nun mithilfe des ZVP konkret zu planen.

Netzwerktreffen interner SKM-TrainerInnen

Erstes Netzwerktreffen interner SKM-TrainerInnen fand im „Sonnenhaus“ in Lambach, OÖ, statt. SKM = Soziokratische KreisMethode. Das „Sonnenhaus“ ist eine Freie Schule die seit 2 Jahren mit der SKM unterwegs ist. Eingeladen hatten zwei interne SKM-TrainerInnen, die bereits 2017 die vom SoZeÖ angebotene Fortbildung zur Gründung eines SKM-Teams in ihrer Organisation besucht hatten. Es waren vier SKM-TrainerInnen aus der KreaMont-Schule, drei aus dem Sonnenhaus, und jeweils eine von GeLa-Ochsenherz und dem LebensGut-Miteinander dabei. Für den Austausch mit den KollegInnen aus anderen Soziokratischen Organisationen war auch der für die Organisationsentwicklung zuständige Fachmann von S.I.E aus Vorarlberg angereist. S.I.E. ist eine IT-Firma, die seit zwei Jahren soziokratisch organisiert ist. Alle konnten bei dem Treffen, an dem auch die Soziokratieexpertin Barbara Strauch als Ausbildungsleitung sowie Annemarie Schallhart, ebenfalls Soziokratieexpertin, teilgenommen haben, aktuelle Hürden und Stolpersteine durchbesprechen. Gestärkt und angereichert mit frischem soziokratischen Esprit fuhren alle TeilnehmerInnen nach Hause, nachdem man einen neuen Termin für nächstes Jahr vereinbarte, an dem dann auch die „Internen SKM-TrainerInnen“ aus dem aktuellen Lehrgang eingeladen sind. Einige TeilnehmerInnen möchten das Netzwerk auch dazu nutzen, die Soziokratie verstärkt in unserer Gesellschaft zu verankern. Sie können sich anhand des Bildes vermutlich denken, wie wunderbar entspannt und effektiv der Tag abgelaufen ist, da alle TeilnehmerInnen eine hohe Kompetenz zur Gestaltung von Meetings mitbringen und es gewohnt sind, gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Freuen Sie sich auf den bereits dritten Lehrgang zu diesem Thema. Details erfahren Sie hier: https://soziokratiezentrum.org/events/interne-soziokratie-trainerinnen-teil-1/

 

Praxis Praxis Praxis

Am 14. Februar 2019 stellten sich 40 Teilnehmer*innen die Frage, wie die Einführung der Soziokratischen Kreismethode in einer Organisation gelingt. Einblicke in die Praxiserfahrung, Erfolge und Herauforderungen damit boten dafür zwei Kliniken, ein IT-Unternehmen und eine Pflegeinstitution aus der Bodenseeregion. Vielen Dank an Siegfried Vogel & Jacqueline Hackbart von S.I.E. System Industries Electronics, Andreas Artlich und Franziska Sonntag von der Klinik für Kinder und Jugendliche der Oberschwabenklinik, Brigitta Buomberger und Rolf Schenkel vom Haus Selun/Movero Kompetenzzentrum für Menschen mit einer Hirnverletzung – eine Institution des ovwb, und Thomas Schwarzmann und Selma Preg von der Tierklink Schwarzmann OG für den Erfahrungsaustausch! Der Nachmittag endete mit vielen Eindrücken, Inspirationen und der Erkenntnis „Wer den Mehrwert der Soziokratie einmal erfahren hat, will nicht wieder zurück.“

 

 

Jede Stimme zählt! Der Film

In manchen Schulen bestimmen die Kinder mit. Im Oktober veranstaltete Lisa Praeg, CSE i.A. aus der Region Bodensee im Rahmen von „Soziokratie in Schulen“ insgesamt vier erfolgreiche Filmabende. In Augsburg, Bregenz, Lindau und Wien fanden sich zahlreiche Interessierte gemeinsam mit den Filmschaffenden Marianne Osorio und Charlie Shread zu einem unvergesslichen Kinoabend ein. Nach dem Film trafen sich die Anwesenden noch zu einem Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Dabei gab es viele spannende Einblicke in den Schulalltag sowie einen amüsanten Bericht über die Dreharbeiten in den Niederlanden.

Der Film „SCHOOL CIRLCES – every voice matters“ ist ein empfehlenswerter Film! Der Streifen portraitiert fünf Schulen, die soziokratisch organisiert sind. Hier bestimmen die SchülerInnen mit. Über die Homepage (www.wonderingschool.org) können Sie den Film kaufen (€10.-) oder für eine öffentliche Vorstellung (z.B. in Ihrer Schule) ausleihen. Sie stehen auch für Fragen und Antworten nach dem Film per Skype zur Verfügung.

Ein großes „Dankeschön“ geht an: Land Vorarlberg – Büro für Zukunftsfragen, Lokale Agenda 21 Augsburg, Bildungsbündnis Augsburg, Soziokratie Zentrum Österreich, Maria Brandenstein – Soziokratie Zentrum Augsburg, Sarah Eisenmann – ouishare und Lukas Sorge – dwarfts and Giants GmbH Co KG.

Soziokratie und Demokratie

PolitikerInnen aus Regierungs- und Oppositionsparteien aus allen politischen Gremien von der Gemeindevertretung (Gemeinderat) bis zum Parlament (Nationalrat), sowie interessierte BürgerInnen, treffen sich um über die Möglichkeiten der Soziokratie in der Politik nachzudenken und neue Formen des miteinander Entscheidens und Gestaltens zu erforschen. Es gibt keine fertige Lösung. Es gibt nur eine Sehnsucht oder eine Ahnung, dass man auch miteinander gut entscheiden kann – statt überstimmt zu werden. Und zwar auch dann, wenn man nicht ein und derselben Meinung ist. Hier geht´s zu ersten Informationen und zur Anmeldung.