Soziokratie zieht immer weitere Kreise
Soziokratische Arbeitsweisen finden ihren Weg in immer mehr Organisationen und gesellschaftliche Bereiche. Was lange vor allem über die Angebote der Soziokratie Zentren vermittelt wurde, wird heute zunehmend auch von ausgebildeten Trainer:innen, Soziokratie Expert:innen und Kooperationspartner:innen weitergetragen.
Viele Bildungsanbieter integrieren inzwischen soziokratische Methoden in ihre eigenen Programme und greifen dabei auch auf unsere auditierten Modul-Trainer:innen zurück. Gleichzeitig bieten zahlreiche Absolvent:innen unserer Ausbildung, die heute als zertifizierte Soziokratie Expert:innen (CSE) tätig sind, Workshops und Begleitungen in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern an. Auch unsere ABCs für angehende Gesprächsleiter:innen werden stärker nachgefragt als je zuvor.
Diese Entwicklung freut uns besonders: Soziokratie wird nicht nur durch unsere eigenen Angebote verbreitet, sondern zunehmend von vielen qualifizierten Menschen weitergetragen.
Dazu kommen Kooperationen mit Organisationen, die soziokratische Arbeitsweisen für ihre jeweiligen Zielgruppen zugänglich machen. In Österreich gehören dazu beispielsweise die Initiative gemeinsam Bauen & Wohnen mit Angeboten für Baugruppen, der Fonds Gesundes Österreich im Umfeld der „Gesunden Gemeinden“, verschiedene Bildungseinrichtungen und Parteiakademien sowie Angebote im Bereich der Dorf- und Stadterneuerung.
Auch im Hochschulbereich entstehen neue Möglichkeiten. Derzeit arbeiten wir an Kooperationen mit Fachhochschulen in St. Pölten und Zürich, um dort Lehrgänge mit einer Zertifizierung für soziokratische Gesprächsleitung anzubieten.
Ein aktuelles Beispiel dafür, wie Soziokratie neue gesellschaftliche Bereiche erreicht, war der 72. Österreichische Gemeindetag in Salzburg. Fünf unserer Absolvent:innen waren dort am 1. und 2. Oktober 2026 auf der „Bühne der Demokratie“ vertreten und informierten Bürgermeister:innen und Gemeindevertreter:innen über die Möglichkeiten soziokratischer Organisationsstrukturen und Entscheidungsprozesse. Damit findet die Soziokratie zunehmend auch ihren Weg in Städte und Gemeinden.
All das bringt uns unserem Ziel näher: Bildung für eine partizipativ-demokratische Gesellschaft. Unsere Rolle besteht dabei immer stärker nicht nur darin, selbst Bildungsangebote durchzuführen, sondern auch Multiplikator:innen auszubilden, Qualität zu sichern, Kooperationen aufzubauen und ein Netzwerk zu stärken, das Soziokratie in hoher Qualität unterschiedlichste gesellschaftliche Bereiche trägt.
Damit wir diese Arbeit langfristig weiterentwickeln können, braucht es auch eine stabile finanzielle Basis. Wir freuen uns daher über wachsende Mitgliedsbeiträge und Spenden. In Österreich haben wir zudem die Spendenabsetzbarkeit beantragt. Darüber hinaus reichen die regionalen Soziokratie Zentren laufend Förderanträge ein und beteiligen sich verstärkt an österreichischen und europäischen Projekten.
So entsteht Schritt für Schritt ein immer größer werdendes Netzwerk von Menschen und Organisationen, die dazu beitragen, Beteiligung, gemeinsame Verantwortung und demokratische Entscheidungsfindung im Alltag von Organisationen zu verankern.











