Mit einer Förderung des Flow Fund der Schöpflin Stiftung unterstützt das Soziokratiezentrum Leipzig Kinder- und Jugendbeteiligungsformate in der Stadt Borna in Sachsen. Dabei sollen soziokratische Prinzipien nicht nur an Akteur:innen der Kinder- und Jugendarbeit vermittelt, sondern gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen ganz praktisch erprobt werden.
Seit Frühjahr 2026 begleitet Peter Hermans, unterstützt durch Sanja Liebermann, die Zukunftssession der Stadt Borna. Das Beteiligungsformat findet in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Strukturwandel und weiteren Akteur:innen vor Ort statt und wird über das gesamte Jahr 2026 weitergeführt. Bei gemeinsamen Treffen kommen Kinder und Jugendliche zusammen, spielen miteinander, hören einander zu und entwickeln konkrete Ideen für ihre Stadt: von neuen Freizeitangeboten bis hin zu Vorschlägen für die Gestaltung des Stadtraums. Diese Ideen werden im weiteren Verlauf der Zukunftssession gemeinsam weiterentwickelt und konkretisiert.
Dabei lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene soziokratische Prinzipien nicht nur theoretisch kennen, sondern wenden sie direkt an. Mithilfe der Soziokratischen Kreisorganisationsmethode (SKM) erproben sie, wie gemeinsame Ziele festgelegt, Entscheidungen im Konsent getroffen und eigene Vorhaben in einem demokratischen Prozess weiterentwickelt und umgesetzt werden können. So wird demokratische Beteiligung unmittelbar und spielerisch erfahrbar.
Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen auch über die einzelnen Treffen hinaus in den unterschiedlichen Lebenskontexten der Kinder und Jugendlichen weiterwirken. Ein konkretes Teilziel der Zukunftssession ist die Gründung eines Kinder- und Jugendbeirats in Borna, der jungen Menschen langfristige Beteiligungsmöglichkeiten in der Stadt eröffnen soll.
Die Zukunftssession und ihre Begleitung werden im weiteren Verlauf des Jahres 2026 fortgesetzt. Auch darüber hinaus soll die Arbeit in Borna weitergeführt und vertieft werden: Für 2027 ist ein partizipatives Kulturprojekt geplant, das mithilfe soziokratischer Prinzipien gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen entwickelt wird. Es soll die unterschiedlichen Stimmen junger Menschen im öffentlichen Raum sichtbar machen und Kinder und Jugendliche verschiedener Altersgruppen und aus unterschiedlichen sozialen Kontexten zusammenbringen.





