Soziokratie – Die kreativen Kräfte der Selbstorganisation – DE

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Wir kennen das doch alle von irgendwoher: mühselige, langatmige Sitzungen, die keine Freude machen, die man über sich ergehen lässt, hitzige Diskussionen, die nirgendwohin führen, immer die gleichen, die das Wort haben und entscheiden und die anderen, die nichts sagen und sich nicht einbringen. Der Großteil der Verantwortung und auch der Macht liegt bei wenigen und die Beteiligung der Vielen passiert einfach nicht. Konkurrenz, die weh tut, Ellenbogentaktik, Gewinner*innen und Verlierer*innen, etc.

Muss das so sein? Nein!

„Struktur erzeugt Verhalten. Ändert man die Struktur, ändert sich auch das Verhalten.“ (Annewiek Reijmer)

Die Soziokratische Kreisorganisationsmethode SKM ist inzwischen in aller Munde, wenn es um Lösungen für Selbstorganisation, Mitbestimmung und Mitverantwortung geht. Warum eignet sich Soziokratie dafür und warum entscheiden sich immer mehr Gruppen, Vereine und Unternehmen (profit- und non-profitorientierte aller Art) für diese alternative Organisations- und Entscheidungsform?

Wir verantworten es gemeinsam

Frei übersetzt heißt Soziokratie gemeinsam entscheiden oder gemeinsam regieren, d.h. alle Menschen eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Teams sind beteiligt, alle bringen sich ein – eine Voraussetzung für das Umsetzen von gemeinsam getragenen Zielen, gelebter Demokratie und gemeinsamer Lösungsfindung für komplexe Fragestellungen. Als Methode dient Soziokratie dazu, Gleichwertigkeit sowohl in der Beschlussfassung als auch in einer Organisation selbst herzustellen. Alle werden gehört, niemand wird übergangen.

Soziokratie ist mehr als nur eine Ansammlung von effektiven Werkzeugen zur Selbstorganisation. Sie stärkt durch vier einfache aber sehr wirksame Prinzipien Werte wie Kooperation, Partizipation, Mitverantwortung, Transparenz, Klarheit, Effektivität, ein konfliktfreies Miteinander und eine offene Lernkultur.

Seminar

In diesem Seminar lernen Sie die vier Basisprinzipien der SKM (Konsentprinzip, Kreisstruktur, Doppelte Verknüpfung und Offene Wahl) und ihre Wirkung kennen. Sie finden Anwendungsmöglichkeiten und Anknüpfungspunkte in ihrem beruflichen und/oder ehrenamtlichen Alltag. Anhand von Praxisbeispielen erleben Sie selbst Entscheidungsfindungen im Konsent als Alternative zu Mehrheitsentscheidungen. Merken Sie den Unterschied?!

Leitung: Anja Sagara Ritter – Philosophin, zertifizierte Soziokratieexpertin CSE

Zeit: Sa. 19.09.2020, 9.00-17.30 Uhr

Ort: Im Hier&Jetzt, Bahnhofstr. 21, 88048 Friedrichshafen-Kluftern (D)

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