Keep the Balance
Das Konsentspiel für mehr Zusammenhalt und Gemeinschaft
Wir lernen spielerisch, gemeinsame Entscheidungen zu treffen, beugen dadurch Konflikten vor und wirken Polarisierung entgegen.
Demokratie ist nicht nur “die große Politik” sondern beginnt bei uns selbst, wenn wir in der Familie, im Verein, in der Arbeit oder in der Nachbarschaft unsere Anliegen miteinander klären. Als Menschen sind wir immer auf andere angewiesen. Darum brauchen wir eine gute Gesprächskultur, die uns hilft, gemeinsam Lösungen zu finden, die alle Bedürfnisse berücksichtigen.
Das klingt schwierig, kann aber spielerisch erlernt werden, als neue Kulturtechnik – wie lesen und schreiben!
Keep the Balance ist ein Lernspiel mit Spaß für die ganze Familie, die Schule, mit Freunden, in Vereinen und im Beruf. Geeignet für alle Menschen zwischen 8 und 99+ Jahren.
WAS SAGT DIE WISSENSCHAFT?
Eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien belegt, dass Soziokratie die Konfliktlösungskompetenz von Gruppen wesentlich verbessert (Gerlach, Florian, 2022). Das heißt, durch die im Spiel erlebte Konsentmethode werden Probleme gelöst, bevor sie zu einem Konflikt werden können.
KONSENT – das KEIN EINWAND PRINZIP
- Alle werden gehört
- Alle hören zu und lernen voneinander
- Gute Argumente führen zu sinnvollen Lösungen
- Alle gewinnen – niemand bleibt als “Verlierer” zurück
- Einwände liefern wertvolle Informationen und verbessern die Lösung
“Keep the Balance – Das Konsentspiel” bietet Aufgabenstellungen aus verschiedenen Themenbereichen an, die gemeinsam als Gruppe gelöst werden müssen. Dabei erlernen wir den einfachen Prozess mit den drei Phasen der soziokratischen Konsentmethode:
Bildformung – Meinungsbildung – Beschlussfassung
Das “Konsentprinzip” ist das erste und wichtigste Basisprinzip der Soziokratie* (mehr Infos hier: Über Soziokratie).
Wenn wir Lösungen entwickeln, die von allen Beteiligten mitgetragen werden können, entsteht ein friedlicheres Miteinander. Niemand wird übergangen, weil alle Ideen und Bedürfnisse gehört und berücksichtigt werden.
Auf dem Balancebrett im Keep the Balance – Konsentspiel durchlebt die Gruppe die drei Phasen der Konsentmethode:
Bildformung
Gemeinsam sammeln wir Informationen, bis alle denselben Wissensstand haben. “Musst du noch etwas wissen, um dir eine Meinung bilden zu können?”
Meinungsbildung
In Ruhe teilen wir unsere Ideen in der ersten Runde mit, werden gehört und hören zu, sodass wir in der zweiten Runde gemeinsam neue Lösungsideen kreieren können.
Beschlussfassung
Ein Vorschlag hat sich herauskristallisiert und wird vorgelesen. Gibt es Einwände? Wenn ja, werden diese gehört und in den Vorschlag integriert, so lange bis wir Konsent geben können. Konsent heißt: Ich habe keinen schwerwiegenden Einwand gegen den Lösungsvorschlag.
Die Konsentmethode hilft uns dabei, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, hinter denen alle Beteiligten stehen können. Auch in politischen Gremien wurde die Methode schon erfolgreich angewendet! Das Soziokratie Zentrum bietet Workshops für Bürgermeister:innen an, damit diese in ihren Ausschüssen und im Gemeinderat Konsententscheidungen nutzen. Viele Infos dazu gibt es in der Nachlese zur Tagung “Gemeinsam entscheiden in der Gemeindepolitik”.
Das ist gelebte Demokratie!
Wenn wir diese Kulturtechniken als Gesellschaft erlernen, verbessern sich das gegenseitige Verständnis und die Beziehungen allgemein, letztlich fördert es die Gesundheit jedes Einzelnen.
Mehr zur Soziokratie www.soziokratiezentrum.org
Das Keep the Balance – Konsentspiel – so geht’s:
In Balance bleibt der Prozess, indem alle nacheinander sprechen und die Spielsteine Schritt für Schritt in Richtung des Konsent wandern. Der Schwerpunkt kommt immer weiter zur gemeinsamen Mitte und die Situation stabilisiert sich mehr und mehr – bis zur Einigung.
Spielanleitung:
Keep The Balance Spielanleitung 2021Hier könnt ihr die Spielanleitung herunterladen.
Video-Anleitungen:
Konsent:
Offene Wahl:
Leitfäden für Workshops
in Schulen, Bibliotheken, Wohnstraßen und Spiel-Abende in Kaffees
Stimmen
„Ich habe das Spiel mit meiner eigenen Familie (wir sind Mama + Papa + unsere 3 Kinder im Alter von 13-19 Jahren) und in unserem sozio-kulturellem Verein Müllerhof e.V. Mittweida im Damensalon mehrmals gespielt.
Seitdem bin ich ein großer Fan des Spiels!
Schon optisch ist es einladend, modern und einfach schön.
Grundlegende Dinge werden beim Spielen bewusst und echte Erfahrungen passieren automatisch, ohne dass man es erklären muss:
Ein wildes Durcheinander oder Übergehen (auch aus Versehen) geht nicht, sonst kippt die obere Platte – und alle MitspielerInnen/-menschen (Spielsteine) mit.
Wenn ein(e) MitspielerIn – auch manchmal noch ganz knapp kurz vor dem schon ganz nahe geglaubten Konsentbeschluss – doch noch eine Frage hat, dann ist nicht nur dieser eine Mensch noch entfernt vom Konsent, sondern die ganze Gruppe.
Wir sind so sehr geprägt, immer schnell Meinungen von uns zu geben, dass die strikte Unterscheidung und Reihenfolge von reinen Informationsrunden, Meinungsrunden und Lösungsrunden für die meisten Menschen eine große (und gleichzeitig sehr wichtige) Herausforderung ist.“
„Dieses niederschwellige Spiel macht Spaß und eröffnet neue Welten für Familien und jeden der mit Kindern arbeitet und übt, wie gemeinschaftliche Entscheidungen gelingen können.“
„Man kann spielerisch das gemeinsame Entscheiden ausprobieren, wobei niemand übergangen wird und ein respektvoller Kommunikationsstil geübt wird. Auch sind die Fragen und Aufgaben dazu geeignet, das Menschenbild und die ethischen Grundhaltungen der Spielenden zu reflektieren.“
„Dieses Spiel regt die Phantasie an, hat großes Potential unsere Werte zu reflektieren und zeigt auf, dass wir Gemeinschaft, Bindungen, Beziehungen brauchen, um gute Lösungen zu finden.“










