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Vortrag “Soziokratie – Effektive Selbstorganisation”

im Rahmen der TAO Akademie for minimal arts

mit Barbara Strauch

 

Kurzcharakteristik
SOZIOKRATIE ist ein Regierungsmodell, wie DEMOKRATIE.
Der Holländer, Gerard Endenburg, hat aus der Idee des „gemeinschaftlichen Regierens“, das er von Auguste Comté und Kees Boeke kannte, in den 1970er-Jahren ein ganzheitliches Managementkonzept entwickelt:
„Die Soziokratische KreisorganisationsMethode – SKM“

Es ging Endenburg darum, mit der Übermacht der einen über die anderen aufzuhören. Wir müssen uns gegenseitig weder „demokratisch“ (mehrheitlich) noch „autokratisch“ (einer allein entscheidet) überstimmen, wenn wir Lösungen für Probleme suchen. Nein, es ist sogar wesentlich effizienter, die Lösungen gemeinschaftlich zu entwickeln, weil dann alle dahinterstehen können.
In der SKM wird eine Organisation jeder Größe in zweifach verknüpften Kreisen strukturiert, wobei jeder Kreis in einer einfachen Redestruktur selbst über seine Grundsätze entscheidet. Der Rahmen, innerhalb dessen der Kreis autonom agieren kann, wird mit dem nächsthöheren Kreis über die „doppelte Koppelung“ abgestimmt. In jedem der Kreise wird bei der jeweiligen Entscheidungsfindung in einem kreativen Prozess eine gemeinsame Lösung entwickelt und im „soziokratischen Konsent“ beschlossen.
Durch die neue Art des Entscheidens verändert sich beispielsweise eine lineare Leitung hin zu einer kollegialen Führung. Von jedem Kreismitglied wird nun die volle Mitverantwortung für die Leitung des eigenen Bereiches gefordert, was jedem Menschen abverlangt, neben den eigenen Interessen auch die Interessen der Gesamtorganisation mitzudenken. Das gelingt sehr gut, weil sich gezeigt hat, dass durch das Mitentscheiden auch immer Mitverantwortung entsteht.

Der Wandel hin zu gemeinschaftlicher Verantwortung verlangt während eines Change-Prozesses von 1 -2 Jahren von allen Beteiligten, dass sie neue, soziokratische Kommunikationsmuster erlernen. Bei dem Prozess entsteht jene EFFEKTIVE SELBSTORGANISATION, die wir für eine zeitgemäße Zusammenarbeit in allen gesellschaftlichen Feldern gut brauchen können.

Der Vortrag bietet einen Einblick in die Geschichte der Soziokratie und die Methodik der vier Basisprinzipien nach Gerard Endenburg, deren Anwendungsbreiche und Auswirkungen. Dabei gibt es Raum für Diskussion und eine erste Möglichkeit für eine Erfahrung mit der Konsentmoderation.

Referentin
Barbara Stauch– Soziokratie Expertin (CSE)
war als Diplomierte Sozialarbeiterin 17 Jahre lang im Sozialmanagement bei pro mente OÖ tätig, bevor sie sich 2009 mit ihrer Ökodorf-GmbH selbständig gemacht hat. Sie gestaltete ab 2000 die österreichische Bewegung für Generationen übergreifende Lebens-formen wesentlich mit und fand als eine der Methoden für gelingende Gemeinschaft 2009 auch die Soziokratie, die Gerard Endenburg in seiner Elektronik-Firma entwickelt hatte. Barbara Strauch hat 2013 in den Niederlanden als erste Österreicherin die Zertifizierung zur CSE – Certified Sociocratic Expert absolviert.
In diesem Jahr gründete sie auch das Soziokratie Zentrum Österreich als TochterOrganisation des niederländischen Soziokratie Zentrums von Gerard Endenburg. Seit 2015 leitet sie die deutschsprachige Expertenausbildung für Soziokratische Organisations-entwicklung und veröffentlichte 2016 das erste deutschsprachige Soziokratie-Buch: „SOZIOKRATIE. Das Ende der Streitgesellschaft“.

Termin
Mo, 23. Oktober 2017   19:00 – 21:00

Links zu Veranstalter und Anmeldung
TAO Akademie
[email protected]      

Veranstaltungsort
LFI Hotel/LK Gästehaus
Seminarraum 18

Auf der Gugl 3
4020 Linz
Anfahrtsplan auf der Webseite des LFI hier

Eintritt
EUR 25,- inkl. Mwst.

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