Lisa Praeg stellte Soziokratie bei der Tagung “Partizipation und Schulentwicklung” an der PH Zürich vor

Was heißt “Partizipation ist ein Kinderrecht” konkret, und wie können Schulen Mitbestimmung ermöglichen? Diesen Fragen gingen die Teilnehmer*innen der Tagung «Partizipation – Schule – Entwicklung» nach. Es war ein spannender Austausch zwischen Forschenden und Lehrenden. Zum Beitrag der PH Zürich: https://phzh.ch/de/ueber-uns/Medien/News/2019/05/tagung-partizipation-schulentwicklung/

Einige Präsentationen wurden von den Referent*innen zur Nachlese bereitgestellt. Die Präsentation von Lisa Praeg zu “Soziokratie in Schulen” finden Sie ganz unten: https://phzh.ch/de/Forschung/Forschungsveranstaltungen/tagungen-und-workshops/tagung-partizipation–schule–entwicklung/Parallelsessions/?fbclid=IwAR3UHoG4rM80Sl9u1rTkRCBQSSj345VlcfAKV_zcSHsicFXvi2s8r04Wvm4

Viel Austausch, Freude, Vernetzung, Erstaunen und Zuversicht erlebten wir, Daniela Gütlin, Suzanne Käser und Anja Ritter vom Soziokratie Zentrum an der Praxistagung „Selbstorganisation“ am 20. und 21. Juni 2019 in Basel. Der Einladung von Mobile Basel und der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW folgten rund 150 Teilnehmer*innen aus den verschiedensten Bereichen – Soziale Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft, Unternehmensberatung, Management, Gesundheit und Pflege, Öffentlicher Dienst, Militär, uvm. 

Auf dem Foto: Stefan Eugster-Stamm und Pasqual Wagner von Mobile Basel; Urs Kaegi von der FH-NW-Schweiz (Gastgeber des Netzwerktreffens), Anja Ritter, Suzanne Käser und Daniela Gütlin vom SoZe, Enno Schmidt von der Initiative für ein Bedingungsloses Grundeinkommen Schweiz.

Alle brachten großes Interesse und Neugier bezüglich des Themas Selbstorganisation mit. Neben den Keynotes gab es in verschiedenen Workshops und Gesprächsformaten vielfältige Möglichkeiten sich in einem tollen Ambiente mit den anderen Teilnehmenden inhaltlich auszutauschen und zu vernetzen. Für uns war eine Erkenntnis zentral, die wir auch in unserer Arbeit / in der Begleitung von Organisationen hin zur Selbstorganisation immer wieder erfahren: Die Soziokratie funktioniert, weil sie einen zutiefst menschenorientierten Ansatz verfolgt und mit nur vier Basisprinzipien die gesamte Transformation hin zur Selbstorganisation möglich macht. 

Wie ein roter Faden  zogen sich durch die gelungenen Ansätze zur Umsetzung der Selbstorganisation folgende Faktoren:

  •   eine gemeinsame Vision bzw. eine gemeinsame Sinnorientierung
  •   mutige Führungspersonen, die auch unkonventionelle Wege gehen und als bestärkende Kraft den Prozess hin zur Selbstorganisation unterstützen
  •   viel Vertrauen und Wertschätzung
  •   geeignete Formen und Methoden Entscheidungen zu treffen
  •   und vor allem Zeit den Weg für den eigenen Transformationsprozess  zu finden und gemeinsam zu gehen.

In allen vorgestellten Organisationen war die Begleitung durch Personen außerhalb der Organisation ein Schlüsselfaktor für das Gelingen, insbesondere was die Unterstützung der Führungspersonen, GründerInnen und sonstigen InitiatorInnen anbelangt.

Es war deutlich zu sehen, dass auf ganz unterschiedlichen Ebenen Ansätze zur Selbstorganisation ausprobiert werden und Führungskräfte die Chance von Machtverteilung und Verantwortungsübernahme durch die Mitarbeitenden erkennen und Wege entwickeln, dies umzusetzen – was uns natürlich freut. Auch die Soziokratie war vielen Teilnehmenden ein Begriff, auch wenn dieser z.T. unterschiedlich ausgelegt wurde.

Die Website der Tagung www.netzwerkselbstorganisation.net soll in Zukunft als Plattform dienen, um Menschen mit Interesse am Thema auch international zu vernetzen. Sie ist noch in Entstehung.